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NiersRunners 2002 e.V.

Weinstrassenmarathon

Das Wetter war von Sonne bis Graupelschauer doch eher durchwachsen. Bei
nur wenigen Graden im Plus, kühlte der Wind und der Regen, der zeitweise
sogar in Schnee überging, doch empfindlich aus, was bei einigen
Teilnehmern Muskelverhärtungen auslöste und die Lauflust trübte. Dass
trotzdem viele Zuschauer an der Strecke ausharrten, spricht fürs Pfälzer
Temperament. Dass auch derlei Versammlungen mit Weinausschank gefördert
werden, bedarf kaum der Erwähnung.
s. Foto KM 41...
 
Abgegeben wurden 3.072 Anmeldungen, davon 968 für den Marathon. Das Ziel
erreichten 716 Marathonteilnehmer und 1738 über die halbe Distanz.
 
Der Marathon ist einer der anspruchsvolleren, was Strecke und
Höhenprofil angeht:
Alles mit dem Zusatz "Ortsname a.B." ist nicht nur verdächtig, am Berg
ist hier in der Regel schon weit oben, könnte mitunter auf dem Berg
heißen und ist nie unten am Berg. Bobenheim a.B. und Weisenheim a.B.
heißen die ersten Scharfrichter. Über Leistadt hinunter nach Bad
Dürkheim kann man es rollen lassen.
150 Höhenmeter gehen auf 3 km Strecke "verloren".
 
Durch Bad Dürkheim, den Wendepunktes Marathons hindurch ist die Strecke
eher harmlos, weil städtisch geprägt, flach und gut besucht.
 
Nach Kallstadt, in dem sich Winzerhof an Winzerhof reiht, gilt es wieder
ein a.B. zu stürmen. 
Kilometer 29 will erobert werden, denn die Gemäuer der alten Weingüter
thronen schon von weither sichtbar doch wieder arg weit oben. Hundert
Höhenmeter hinauf, dazu kalte Finger und verhärtete Muskeln. 
Für die ersten Teilnehmer ist an dieser Steigung Schluss mit lustig.
Kaum erwähnenswert ist das Timing des Wetters, das mit Graupelschauern
für entsprechende Unterstützung sorgte.
 
Bei Kilometer 39 folgt die berüchtigte Asselheimer Wand; ein steiler
Anstieg, an dem jedes mal weitere Läufer hängen bleiben. Danach ist das
Ziel fast vor Augen.
 
Die zahlreichen Verpflegungsstellen (insgesamt 11 Stationen) waren mit
den üblichen Getränken und Leckereien ausgestattet. Als Besonderheit
bestand an jeder Station die Möglichkeit, Riesling-Wein zu nippen. In
Dackenheim wurde ein Rieslingschwamm zum Saugen gereicht. Diese Option
wurde aber kaum von Läufern genutzt.
Zur Abkühlung begleitete mich auf den letzten 2,2 Kilometern ein
kräftiger, frischer Landregen.
So hatte ich die Möglichkeit, kaum verschwitzt diesen Wettkampf zu
beenden...
Mit der Bruttozeit von 03:34:02(netto gibt´s dort nicht, Startnummern
werden im Ziel gescannt)
bin ich sehr zufrieden.
s. Zielfoto...
Für mich PB - bei der Witterung ganz ordentlich gelaufen!
In allem war es ein gut organisierter, interessanter Wettkampf, den ich
(bei besserem Wetter) empfehlen kann!
 
Grüße, Joachim Frank